Alles ist erleuchtet

Platzsparend und modern: Monitore mit LCD-Display

Ein LCD-Display stellt Bilder aufgrund unterschiedlicher Ausrichtung von Flüssigkristallen dar. Verbreitung finden die Displays vor allem durch die Popularität von Flachbildfernsehern.

Veröffentlicht am 07. Jan 2010

Große Fernsehgeräte sind beliebter als je zuvor. Die Bildschirmdiagonalen werden immer größer, während die Preise stetig sinken. Beim Neukauf eines Apparats spielen die herkömmlichen Röhrenfernseher nur noch eine untergeordnete Rolle. Diese erzeugen das Bild durch eine sogenannte Braun'sche Röhre, in der ein Kathodenstrahl durch Kondensatoren auf den Bildschirm gelenkt wird. Diese Anordnung ist sehr platzintensiv, was letztendlich auch zu einer großen Tiefe des Gerätes geführt hat. Durch ein ganz unterschiedliches Wirkprinzip kann ein LCD-Display ein gutes Bild erzeugen, ohne viel Platz einzunehmen.

Bei der einfachsten Form befinden sich die Flüssigkristalle zwischen zwei Glasplatten, die mit einer Elektrodenschicht überzogen sind. Die Kristalle nehmen naturgemäß eine bestimmte Ausrichtung an. Die Platten werden dann um neunzig Grad zueinander verschoben. Einfallendes Licht - beispielsweise durch eine integrierte Lichtquelle - kann nun modelliert werden: Ändert man die Spannung an den unterschiedlichen Elektroden, so ändert sich auch die Zusammensetzung und damit die Lichtdurchlässigkeit der Kristalle. Durch viele einzelne solcher Bildpunkte kann schließlich ein komplettes Bild auf dem LCD-Display erzeugt werden.

Die Vorteile solcher Displays gegenüber herkömmlichen Monitoren liegen neben der Platzersparnis auch im leichteren Gewicht. Außerdem haben sie auch eine geringere Leistungsaufnahme, wenn keine Hintergrundbeleuchtung benutzt wird. Ein LCD-Display ist überdies nicht anfällig für störende Magnetfelder, sodass auch die Boxen einer Surround-Anlage direkt daneben postiert werden können, ohne eine Einschränkung der Bildqualität zu verursachen. Selbst strahlt ein solcher Bildschirm auch weniger Magnetfelder und keinerlei Röntgenstrahlung ab. Allerdings ist anzumerken, dass die Farbsättigung und der Kontrast stark vom Betrachtungswinkel abhängen. Je weiter er von neunzig Grad abweicht, umso schlechter ist die Bildqualität. Nicht nur deshalb konkurrieren LCDs auf dem Markt der Flachbildschirme vor allem mit Plasmamonitoren, die ihr Bild durch die Ionisierung von Gasen erzeugen.