Alles ist erleuchtet

TFT- oder LCD-Monitor: Wo sind die Unterschiede?

Bei dem Kürzelwahn in Werbeanzeigen verliert der Laie oft den Überblick. Plasma-, TFT- oder doch ein LCD-Monitor? Unterschiedliche Benennungen konkurrieren häufig miteinander und beschreiben doch ein und dieselbe Sache.

Veröffentlicht am 18. Dez 2009

Der Werbemarkt ist im Technikbereich besonders heiß umkämpft. Das hat einen Einfluss auf die geschalteten Anzeigen, denn dem potenziellen Kunden soll auf möglichst eindringliche Weise das Produkt schmackhaft gemacht werden. Bei der Fülle von Angeboten und Bezeichnungen verliert dieser jedoch oft die Orientierung. Wo liegen zum Beispiel die Unterschiede zwischen einem Plasma-, einem TFT- und einem LCD-Monitor?

Ein Plasma-Display arbeitet - grob verkürzt ausgedrückt - mit der Ionisierung von Gasen. Jeder Bildpunkt (Pixel) besteht aus drei Kammern, die mit Edelgasen gefüllt sind. Jede Kammer leuchtet in einer anderen Grundfarbe, sodass durch deren Farbmischung letztlich jeder denkbare Farbton darstellbar ist. Durch die Zusammensetzung vieler einzelner Pixel entsteht am Ende das gesamte Bild. Dies ist eine weit verbreitete Technologie bei der Herstellung von Flachbildschirmen.

Doch auch ein TFT- oder LCD-Monitor ist ein Flachbildschirm. Beide Bezeichnungen beschreiben letztendlich dasselbe. LCD ist ein Überbegriff, der für "liquid crystal display" steht. Diese Technik macht sich die unterschiedliche Ausrichtung von Flüssigkristallen zunutze, die, über Elektroden gesteuert, das Licht unterschiedlich brechen und dadurch ein Bild erzeugen. TFT wiederum steht für "thin film transistor". Dabei handelt es sich um einen Feldeffekttransistor, der in einer dünnen Schicht aufgetragen wird. Beide Benennungen werden in der Regel synonym verwendet.

Bei den technischen Spezifikationen der Displays sind viele Faktoren weniger entscheidend, als häufig dargestellt. Besonders der Effekt der Helligkeit wird bei LCDs überbewertet. Alle Modelle verfügen mittlerweile über eine ausreichende Strahlkraft, um auch mit schwierigen Umgebungshelligkeiten fertig zu werden. Allerdings können gewisse technische Eigenschaften, wie beispielsweise "vertical alignment" oder "in plane switching", das Problem der sinkenden Bildqualität mit sich änderndem Betrachtungswinkel postitiv beeinflussen. Herkömmliche TN-Modelle ("twisted nematic") sind in dieser Hinsicht weniger geeignet, finden aber aufgrund des geringeren Preises oft viele Käufer.