Wie die Computermonitore unsere Welt eroberten
Die TFT-Computermonitore sind aus unserer heutigen vernetzten Welt kaum noch wegzudenken. Das virtuelle Zeitalter der HD-Eindrücke ist eine Hommage an die Möglichkeiten des technischen Fortschritts.
Die Zeiten der Röhrenmonitore sind längst gezählt. In keinem Elektronikgeschäft kann man heute noch die alten „eckigen Klötze“ finden, die den halben Schreibtisch für sich beansprucht haben. Doch nicht nur der übermäßige Platzanspruch war lästig, auch die augenschädigende Wirkung des Flimmer-Displays. Für Menschen, die im Büro sitzen und täglich acht bis zehn Stunden oder länger vor dem Monitor sitzen müssen, waren Kopfschmerzen und rote Augen keine Seltenheit.
Da erschien das plötzliche Erscheinen der TFT-Computermonitore wie ein Segen. Diese Raumwunder, die nicht mehr als fingerbreit sind, überzeugen zudem durch ein gesundheitsfreundliches Bild und revolutionäre Technik. Die Bilder werden nun nicht mehr durch die sogenannten Kathodenstrahlröhren erzeugt (Braunsche Röhre), sondern durch Flüssigkristalle. Diese Flüssigkristalle erzeugen durch Ansteuerung eines elektronischen Feldes entsprechende Farbausbildungen, die keinerlei Nachleuchten verursachen. Genau dieses Nachleuchten der Farbphosphore beim Röhrenmonitor irritierte bei stundenlanger Betrachtung unbewusst das menschliche Gehirn und bewirkte oftmals die lästigen Kopfschmerzen.
Als der TFT-Monitor den Markt eroberte, war er noch mit hohen Anschaffungskosten verbunden. Der normale Standard-TFT-Monitor mit 17“- oder 19“-Bildschirmdiagonale kann heute schon für einen Schnäppchenpreis erworben werden, auch wenn er gerade nicht im Angebot ist. Aber wie es nun einmal so ist, gibt der Mensch sich ungern mit dem Standard zufrieden. Warum sollte es also nicht gleich ein 22“-Monitor sein, der eine Auflösung im HD-Format bieten kann. Solche Computermonitore können problemlos für die Television zweckentfremdet werden.
Der mittlerweile standardisierte HDMI-Eingang bei den heutigen Modellen ermöglicht nicht nur die Darstellung hochauflösender High-End-Games, sondern auch die Faszination von Blue-Ray und High-Definition. Bis hin zu zwei oder drei solcher Monitore auf einem Arbeitstisch, steht dieser multi-virtuellen Welt aus Internet und Netzwerkkommunikation in den kommenden Jahrzehnten sicherlich ein für heutige Maßstäbe noch unvorstellbarer Fortschritt bevor.